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  • Montags-Mantra: Ausprobieren ist erlaubt!

    In meinen Beratungen höre ich immer wieder Eltern, die mir sagen: "Ich könnte mir vorstellen, dass wir anders glücklicher wären, aber ich weiß nicht... wenn das dann schief geht..."

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    Windelfrei - viele fangen gar nicht erst an, weil sie sich fragen, ob das gehen kann.
    Stillen - Stillen überhaupt, weniger stillen, mehr stillen, viel weniger stillen, nachts nicht mehr stillen - so oft höre ich, dass Eltern etwas verändern wollen, aber immer ist da diese Frage: Darf ich das? Was ist, wenn es schief geht?
    Tragen - darf ich mein Kind schon früh tragen? Darf ich es viel tragen? Darf ich...?
    Schlafen - wie schaffe ich es, dass wir alle gut schlafen? Wer schläft wo und wann?

    Und dann verharren die Familien in Konstellationen, die ihnen nicht gut tun, die nicht selten die Mütter (oder Väter) unzufrieden, unleidig und genervt, überfordert oder unterschwellig ständig unzufrieden zurücklassen.
    Aber das ist dann auch für die Kinder nicht mehr gut!

    In all diesen Fragen kann eine Beratung natürlich viel helfen.

    Die größte Hilfe ist jedoch immer noch, wenn ihr den Mut habt, eine Veränderung erstmal auszuprobieren!

    Ausprobieren ist erlaubt! Es geht nicht gleich alles kaputt!

    Ihr dürft eure Kinder mal abhalten und mal nicht, um auszuprobieren, ob windelfrei für euch passt. Und wenn ihr feststellt, dass es zu Hause/draußen gut passt, sonst aber nicht - prima! Teilzeit-Windelfrei funktioniert? Prima! Dann macht es so!

    Ihr dürft einem 18 Monate alten Kinder durchaus sagen, dass ihr nachts nicht mehr alle Stunde stillen wollt, weil ihr Schlaf braucht. Und ihr dürft klar machen, dass ein gutes Abendessen allen hilft, eine gute Nacht zu haben.

    Ihr dürft eure Kinder von Anfang an tragen - im Tuch, in der Trage, auf dem Arm, sogar unterm Pulli! Alles, was sich gut anfühlt und sicher ist (das Kind muss atmen können, nutzt euren gesunden Menschenverstand), ist erlaubt. Und wenn es dem Baby nicht gefällt, wird das Baby das melden.

    Ihr dürft eure Babys und eure Kinder zu euch ins sichere Familienbett nehmen. Ihr dürft gemeinsam schlafen, getrennt, Papa beim Baby, Mama beim Baby, abwechselnd - was immer zu euch passt.

    Und vor allem: Ihr dürft alle diese Dinge ausprobieren. Eure Kinder sagen euch, wenn sie etwas nicht mögen oder nicht vertragen. Folgende Anzeichen deuten daraufhin, dass hier etwas schief läuft:

    Babys weinen, sind quengelig, schreien, schlafen schlecht oder trinken schlecht (Obacht: Im Zahnungsalter kann da auch auf Zahnen hinweisen, genau hingucken!), im schlimmsten Fall weichen sie Interaktionen oder Augenkontakt aus
    Kleinkinder werden unleidig, trotzig, unkooperativ, anhänglich, extrem leise oder empfindlich, ängstlich
    Schulkinder werden ebenfalls unkooperativ, zornig oder leise, zurückgezogen, still

    Bei all diesen Anzeichen gilt es, unseren Alltag, unseren Ton oder unseren Umgang miteinander zu überdenken. Und dann umzuschwenken wo es nötig ist und neue Wege zu suchen - und gegebenenfalls auszuprobieren.

    Was habt ihr schon ausprobiert? Schreibt uns auf Facebook!
    Ich wünsche allen einen guten Mut für die Woche!

  • Montags-Mantra: Lies Bücher, die Dir gut tun!

    Als ich noch gestillt habe, bin ich bei jeder Tagesschau in Tränen ausgebrochen, weil ich so viele schlechte Nachrichten einfach nicht verkraften konnte. Ich habe aus dieser Zeit eines gelernt: Schlechte Nachrichten kosten mich unglaublich viel Kraft, besonders, wenn es etwas ist, an dem ich absolut nichts ändern kann (oder es so empfinde). Da ich aber meine Energie gut einsetzen und etwas bewirken will, heißt es für mich: Konzentriere dich auf das Gute, das Dir Kraft gibt! Und auf das, was Du ändern kannst!

    Von Berufs wegen bin ich informiert, was grundsätzlich los ist und schaue auch tagsüber in die Welt hinaus, die jenseits meines Tragetuches liegt. Allerdings wirklich, wirklich ernsthaft erst wieder, seit ich nicht mehr stille - vorher ging das einfach nicht. Besonders abends bin ich immer noch zartbesaitet, was meine Kapazitäten angeht, mir die Probleme der Welt anzusehen.

    Daher gilt noch heute für mich: ich nehme keine Bücher über den Weltuntergang oder das Scheitern des Abendlandes mit ins Bett. In meiner "privaten" Zone gibt es nur eines: Bücher, die mir gut tun!

    Blogpostbücher

    Und ich finde, dass besonders in so anstrengenden Zeiten wir dem ersten Jahren mit einem kleinen Kind energiefressende, negative Schlagzeilen über Dinge, die wir gerade jetzt, gerade hier ohnehin nicht ändern können, absolut nichts zu tun haben. Daher habe ich ein Mantra für die Frage: Welches Buch sollte ich mal lesen? Meine Antwort: Bücher, die Dir guttunhref="http://www.juliadibbern.de">Julia Dibbern, die im Anahita-Verlag diesen Slogan geprägt hat und eine Menge solcher Bücher schreibt!)

    Neben meinem Bett liegen deshalb:

    - Kinderbücher wie von Michael Ende "Momo", "Die unendliche Geschichte", fast alles von Astrid Lindgren
    - Erwachsenenbücher wie Die Neuerfindung des Erfolgs, das How-To Simplify your life und das Beziehungskracher Undefended Love.
    - außerdem eine Flasche Wasser und - nichts.

    Nichtstun ist nämlich total wichtig.
    Oder Bücher lesen. Aber vor allem Bücher, die Dir gut tun.

    Was lest ihr?

    :)
    Gruss zum Montag,
    Nicola

  • Artgerecht Planer 2015 - letzte Exemplare!

    Ihr Lieben,

    auf Facebook ging es schon rund: Die letzten Exemplare vom Artgerecht-Planer 2015 gehen jetzt raus. Wir sind noch immer unter den Office -Bestsellern bei Amazon, aber wir haben mit dem Ansturm nicht gerechnet und die limitierte Auflage

    Artger_Planer_Cover_persp_8510_1500px

    Der Artgerecht Planer enthält jede Woche ein passendes Montags-Mantra, Notizenseiten mit coolem Ordnungssystem, Spielideen im Wald, 1. Hilfe bei Stillproblemen, Checklisten, flexible Listen, aber vor allem ein echt starkes Lebensplanungstool - damit eure Träume wahr werden.

    Wer noch einen will - jetzt fix zu Amazon und bestellen: Artgerecht Planer 2015 Bestellink

    Hier unsere Super-Kurzeinführung in den Kalender auf Youtube. Happy 2015!!!

    Eure Nic

  • Montags-Mantra: Entrümpeln im Kopf!

    Aufräumen ist wichtig. Heute zwei einfache, super-effektive Techniken zum Sofort-Aufräumen im Kopf. Denn die wichtigste Hygiene ist die in unserem Innern. Aber wie oft kümmern wir uns darum? Jetzt ist die richtige Zeit!

    Was wir Weihnachten nicht alles putzen - die Schuhe für Nikolaus, die Wohnung für den Verwandtenbesuch, die Kinder für den Kirchgang, uns selbst putzen wir "heraus" für alle möglichen Festlichkeiten. Aber wie sieht es in unserem Kopf aus (dass ihr alle reine Seelen seid, davon gehe ich mal aus ;))? Gerade an Weihnachten eskalieren viele Situationen, weil wir zuviel Kram in unserem Kopf haben: Alten Groll, tiefen Schmerz, Urteile, Gedankenkarusselle, Vor-Urteile, Zukunftsängste etc. Oft entgleitet uns dabei das Jetzt, der Moment, in dem wir sind, und damit das eigentliche Leben.

    Jetzt ist der richtige Moment, um mal ein wenig aufzuräumen.
    Zwei einfache, super-effektive Techniken, die zum Sofort-Aufräumen geeignet sind:

    Möglichkeit 1: Urteile verjagen:
    "Onkel Otto erzählt immer diesen unreflektierten Mist." "Wenn ich Weihnachten da sitze und den 2-Jährigen stille, was ich mir da wieder anhören kann!" "Tante Anna sollte einfach mal weniger essen, dann wäre sie auch nicht so dick!" "Immer diese sinnlosen Gespräche, das NERVT!" "Es kapiert sowieso keiner, wir wir leben, was soll ich da erzählen?" "Nie hast Du für mich Zeit!"

    Wir alle fällen Urteile. Jeden Tag. Sie sind wichtig. Zuviele Urteile jedoch machen uns krank. Sie erzeugen Stress. Stress im Kopf, den wir selbst produzieren. Jedes Urteil, das wir fällen, zieht weitere nach sich: "Die reden so oberflächlich" führt zu "Die sind nicht achtsam. Die geben nicht auf sich acht. Die interessieren sich nicht für die Welt. Wir sind unverstanden, wir sollten uns von ihnen fernhalten. Unsere Familie ist doof. Wir sind einsam." Peng. Tür zu.

    Lasst uns den Speicher im Kopf entrümpeln: Zweifelt eure ersten Urteile an: Könnte es auch anders sein? Wie würde jemand von außen das beurteilen? Jemand von einem anderen Stern? Könnten die komischen Familienmitglieder mit Rücksicht auf UNS so oberflächlich reden? Oder weil sich keiner traut, das Tiefe zu sagen? Hat mein Partner so wenig Zeit, weil er so egoistisch ist? Oder reibt er sich für die Familie auf, weil er will, dass es allen gut geht?

    Dreht das Urteil um, wenn es sich um andere handelt: "Ich rede immer so oberflächlich. Ich kapiere nicht, wie die anderen leben." Könnte das genauso wahr sein?

    Und dann lasst es gehen und versucht, einmal unvoreingenommen auf eure Mitmenschen zuzugehen. Lasst euren Stress los. Lebt im Jetzt.

    Möglichkeit 2: "High" sein.
    Räumt euren Kopf leer, indem ihr nichts denkt. Setzt euch hin, ganz in Ruhe - ich weiß, das ist schwer, aber es ist sooooo hilfreich - und tut: nichts. Denkt - nichts. Wenn Gedanken kommen, lasst sie vorbeiziehen, wie Wolken am Himmel. Schaut sie an, aber haltet sie nicht fest und lasst sie euch nicht festhalten. Lasst sie gehen. Bleibt, wo ihr seid. Werdet "high".

    Wenn das schwer fällt, konzentriert euch auf euren Atem - ohne ihn zu verändern - oder auf einen Gedanken, den ihr an diesem Tag leben wollt: "Ich bin frei/ Ich tröste mein Kind, wenn es weint/ Ich mache Fehler und bin mit meinen Fehlern liebenswert/ Ich darf für mich sorgen/ Ich darf..." was immer es ist. Alles andere muss jetzt 10 Minuten warten. Wenn ihr eine Weile so sitzt, wird sich das Meditationsgefühl einstellen, bei mir ist das ein kribbelndes Gefühl, ein Hochgefühl, als würde ich fliegen, ich bin frei und schwerelos - das trägt mich über den ganzen Tag. Im Jetzt und hier.

    Oft gibt es zwei ungeahnte Seiten an den Dingen :).

    Herbstblatt

    Was macht ihr, wenn ihr im Kopf "aufräumt"?

  • Mama-Mantra: Füttere den richtigen Wolf

    Aus aktuellem Anlass nochmal hochgeholt:

    "Ein alte Frau saß mit ihrer Enkelin am Feuer. Gedankenverloren sah sie in die Flammen und sagte:
    "Weißt Du, manchmal fühle ich mich, als lebten in meinem Herzen zwei Wölfe. Der eine Wolf ist der Wolf der Dunkelheit, der Ängste, des Misstrauens und der Verzweiflung. Der andere Wolf ist der Wolf des Lichts, der Lust, der Hoffnung, der Lebensfreude und der Liebe. Beide Wölfe kämpfen oft miteinander."

    Die Enkelin sah sie an. "Und?", fragte sie, "welcher der Wölfe gewinnt, Großmutter?"

    "Der, den ich füttere, mein Kind", sagte die alte Frau."

    Unsere Gedanken erschaffen unsere Realität - mittlerweile gibt es kaum eine Coaching-Seite oder Ratgeber, die uns nicht diesen Satz um die Ohren hauen. Ob diese neunmalklugen Coaches mal versucht haben, nach einem langen Tag mit zwei hungrigen Kindern im Winter durch das Berliner S-Bahn-Chaos nach Hause zu kommen? Aber wie auch immer - der Satz bleibt richtig, so wenig hilfreich das manchmal auch ist.

    Es sind viele Dinge im "Außen", die es anstrengend machen, als Eltern mit Kindern zu leben. Die nicht-artgerechte Haltung, das viele Alleinsein, die wenige Hilfe, die wir oft haben. Der Zeitdruck, zu wenig Ansprechpartner, häufig zu wenig Verständnis für die so unterschiedlichen Lebenswelten zweier Partner oder der Verwandten, eine Gesellschaft, die oft nicht auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet ist.

    Aber egal wie das außen ist - in uns drin können wir immer wieder eine Entscheidung treffen.

    "Füttere den richtigen Wolf."

    Die Geschichte sagt nicht, "lass den falschen Wolf verhungern". Und damit hilft sie auch wieder, sich auf das Gute zu besinnen. Wenn der dunkle Wolf täglich auch ein paar Brocken kriegt - macht nix. Der arme Kerl ist ja auch nur ein Mensch. Wir sind nur Menschen. Ich jedenfalls bin kein Yogi, der immer nur lächelt und den "richtigen" Wolf füttert. Ich hadere, fürchte, fluche, streite, misstraue, verzweifle. Das gehört dazu. Aber ich versuche jeden Tag möglichst viel zu lachen, zu lieben, zu scherzen, es neu zu versuchen, immer wieder den hellen Wolf zu füttern.

    Und irgendwann ist der so vollgefressen und rund, dass der andere vielleicht gar nicht mehr angreifen muss, sondern sich an seinen dicken Wanst kuschelt und die Klappe hält...

  • Montags-Mantra: Füttere den richtigen Wolf

    Aus aktuellem Anlass nochmal hochgeholt:

    "Ein alte Frau saß mit ihrer Enkelin am Feuer. Gedankenverloren sah sie in die Flammen und sagte:
    "Weißt Du, manchmal fühle ich mich, als lebten in meinem Herzen zwei Wölfe. Der eine Wolf ist der Wolf der Dunkelheit, der Ängste, des Misstrauens und der Verzweiflung. Der andere Wolf ist der Wolf des Lichts, der Lust, der Hoffnung, der Lebensfreude und der Liebe. Beide Wölfe kämpfen oft miteinander."

    Die Enkelin sah sie an. "Und?", fragte sie, "welcher der Wölfe gewinnt, Großmutter?"

    "Der, den ich füttere, mein Kind", sagte die alte Frau."

    Unsere Gedanken erschaffen unsere Realität - mittlerweile gibt es kaum eine Coaching-Seite oder Ratgeber, die uns nicht diesen Satz um die Ohren hauen. Ob diese neunmalklugen Coaches mal versucht haben, nach einem langen Tag mit zwei hungrigen Kindern im Winter durch das Berliner S-Bahn-Chaos nach Hause zu kommen? Aber wie auch immer - der Satz bleibt richtig, so wenig hilfreich das manchmal auch ist.

    Es sind viele Dinge im "Außen", die es anstrengend machen, als Eltern mit Kindern zu leben. Die nicht-artgerechte Haltung, das viele Alleinsein, die wenige Hilfe, die wir oft haben. Der Zeitdruck, zu wenig Ansprechpartner, häufig zu wenig Verständnis für die so unterschiedlichen Lebenswelten zweier Partner oder der Verwandten, eine Gesellschaft, die oft nicht auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet ist.

    Aber egal wie das außen ist - in uns drin können wir immer wieder eine Entscheidung treffen.

    "Füttere den richtigen Wolf."

    Die Geschichte sagt nicht, "lass den falschen Wolf verhungern". Und damit hilft sie auch wieder, sich auf das Gute zu besinnen. Wenn der dunkle Wolf täglich auch ein paar Brocken kriegt - macht nix. Der arme Kerl ist ja auch nur ein Mensch. Wir sind nur Menschen. Ich jedenfalls bin kein Yogi, der immer nur lächelt und den "richtigen" Wolf füttert. Ich hadere, fürchte, fluche, streite, misstraue, verzweifle. Das gehört dazu. Aber ich versuche jeden Tag möglichst viel zu lachen, zu lieben, zu scherzen, es neu zu versuchen, immer wieder den hellen Wolf zu füttern.

    Und irgendwann ist der so vollgefressen und rund, dass der andere vielleicht gar nicht mehr angreifen muss, sondern sich an seinen dicken Wanst kuschelt und die Klappe hält...

  • Montags-Mantra: "Ist es WICHTIG?"

    Prioritäten setzen - tut es! Es ist lebensrettend und nicht so schwer, wie es manchmal scheint!

    An manchen Tagen frisst uns die To-Do-Liste: Wir müssen noch einkaufen, noch die Wäsche machen, noch 128 ungelesene Mails beantworten. Noch das Schreiben ans Finanzamt fertig machen. Die Steuererklärung, der Hund zum Tierarzt und das Auto könnte auch mal wieder gesaugt werden. Und und und...

    Arianna Huffington schreibt in "Die Neuerfindung des Erfolgs", dass die Deutschen zu den am meisten gestressten Völkern gehören. Wir gehören in der OECD zu den Spitzenverbrauchern an Blutdrucksenkern und Antidiabetika. 26% von uns litten 2010 an depressiven Symptomen,, 40% der Erwerbstätigen sagten, ihre Arbeit sei stressiger geworden, die jährlichen Kosten für Burn-Out wurden auf 10 Milliarden Euro geschätzt.

    Wir haben also allen Grund, genau hinzusehen: Was ist wirklich wichtig?

    "Und jeden Tag aufs Neue reißt dich die Welt an der Hand mit und schreit: "Das ist wichtig! Und das auch! Und das auch! Mach dir Sorgen um dies! Um um das! Und um jenes!"
    Und jeden Tag musst du deine Hand zurückreisen, sie dir aufs Herz drücken und sagen: "Nein. Das hier ist wichtig." IAIN THOMAS

    Meine Nachbarin stellte mir kürzlich dies hier vor die Tür:

    Blumengruss

    Und ich dachte: Ja, sie hat Recht. DAS ist wichtig!

    Besonders deutlich merken wir das, wenn plötzlich etwas außer der Reihe läuft.

    "Rase nicht, fahr langsam! Wenn's knallt, haben wir plötzlich viel Zeit", mahnt mich mein Freund im Auto. Und Recht hat er.

    Wenn beispielsweise eines der Kinder ernsthaft krank ist, gibt es plötzlich keine Termine mehr. Alles wird unwichtig. All das, worüber ich mir gerade noch Sorgen gemacht habe, verschwindet, jetzt ist nur noch diese kleine Wesen wichtig, das gesund werden muss und mich braucht - mich ganz braucht. Und plötzlich kann alles warten, plötzlich weichen alle kleinen Sorgen (die unaufgeräumte Wohnung, die unerledigte Post, das noch abzugebende Manuskript, die Zahl der Facebook-Leser) der einen großen Sorge: Wird das Kind wieder gesund? Alles andere ist plötzlich unwichtig.

    Aber wie setzt man das im Alltag um?
    Wir - Julia und ich - nehmen bei unseren Meetings und unserer Planung die Eisenhower-Methode:

    Ist es wichtig? Ist es dringend? Dann erledige ich es sofort
    ("Ich kann gerade nicht, ich muss JETZT duschen, sonst fühle ich mich nicht wohl :)!")

    Ist es wichtig, aber nicht dringend? Dann erledige ich es später
    ("Hey, ich rufe das Finanzamt an und erbitte Aufschub für die Steuererklärung.")

    Ist es nicht wichtig, aber dringend (PUTZEN!!!) ?
    Dann mache ich es, wenn ich den Rest erledigt habe oder bitte jemand anderen, es zu tun (Schaaaatz....).

    Ist es weder wichtig noch dringend? Vergesst es.
    ("Ja, ich könnte öfter als alle 6 Monate Fenster putzen, aber es gibt soviel wichtigeres zu tun.")

    Viele Coaches sagen, man solle nur nach Wichtigkeit sortieren. Das führt bei mir zu ewig langen Listen und dazu, dass dringende, aber nicht so wichtige Dinge so lange aufgeschoben werden, bis es dann doch unangenehm wird ("MIST! Jetzt haben wir es solange verschoben, dass wir eine Steuerschätzung kriegen...grummel.!").

    Die schöne Erkenntnis ist: Wichtige Aufgaben sind selten dringend oder werden durch die obige Methode so schnelle erledigt, dass sie nicht dringend - also drängend - werden. Dringend erscheinende Dinge ("Oh Gott, der FUSSBODEN SIEHT AUS!") sind selten wichtig :). Und es gibt eine laaaange Latte an Dingen, die einfach in die Kategorie: "Vergiss es" fallen, was die To Do-Liste gleich wieder leerer macht.

    Und dann ist plötzlich wieder Zeit da, Zeit, um meiner Tochter ihre gesammelten Schätze in ein Blätter-Paket mit Brennesselschnur zu binden, damit sie ihrer Oma eine Freude machen kann. Und das ist definitiv wichtig. Und für sie ist es in dem Moment auch wirklich dringend.

    Blätterpaket

    Wie sorgt ihr dafür, dass euch der Stress nicht auffrisst? Wie periodisiert ihr das, was passieren muss und sortiert aus, worum sich zu sorgen keinen Sinn macht?

    Gruss zum Montag - :)

    nica

  • Kinder haben ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Punkt!

    Jamie Oliver bestraft seine Tochter mit Chili, "weil sie frech war". Der Chili-Gate geht durch die Medien. Oliver will Kindern gutes Essen nahe bringen und straft - hinterhältig und geplant wegen einer "Frechheit" - sein Kind mit Essen?

    Scotch_Bonnets

    Das geht gar nicht. Das geht absolut gar nicht. Kinder haben ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Und auch wenn es nicht in alle Köpfe geht: das geht!!!

    1. Strafen funktionieren nicht, Herr Oliver. Vergessen Sie es. Authentisches Gegenüber funktioniert, auch Konsequenzen ("so können wir nicht losfahren, es geht einfach nicht!") sind verständlich, aber meiner Ansicht nach ist die Strafe an sich ein völlig überholtes, falsches, gewalttätiges, sinnloses Erziehungsmittel.

    2. Was Sie getan haben, ist auch aus meiner Sicht Kindesmisshandlung. Sich öffentlich damit zu brüsten, ist nicht nur ein PR-Lapsus - es ist ein erschreckender Blick in die Wirklichkeit unserer Zeit.

    3. Aber am meisten schockiert haben mich die Berichterstattungen und Reaktionen in Deutschland - autsch!!

    Ich bin heilfroh, dass es Frauen wie Susanne Baller gibt, die auf Stern.de schon vor der großen Empörungswelle schrieb:

    "Das ist, gerade bei einem Koch, der genau weiß, was er tut, ein Fall von Kindesmisshandlung."

    => Lies mehr!

  • Krippenbetreuung - artgerecht oder nicht?

    Darf ein AP-Verfechter Krippenbetreuung gut finden? Dürfen wir von artgerecht Krippenbetreuung als eine Möglichkeit sehen? Ist frühe Fremdbetreuung Kindesmisshandlung? Lange Jahre nachdem mein Artikel "Attachment-Parenting funktioniert nicht" erschienen ist und Jahre, in denen viele Menschen sich sehr darüber aufgeregt haben, dass ich AP jede Funktionslogik abspreche, gibt es jetzt die Debatte auf einer neuen Ebene.

    Sind wir bei Artgerecht nun für oder gegen Krippenbetreuung?

    => Lies mehr!

  • Erwartungen zurückgeschraubt

    Heute kommt ein Bericht von Madeleine für unsere Serie der Windelfrei-Erfahrungen:

    Wie bist Du zu Windelfrei gekommen?
    Ich bin selbst Hebamme und eine meiner Kolleginnen im Geburtshaus hat mir davon erzählt. Ich war in der Schwangerschaft dann überzeugt davon, das zu machen und dass es auch einwandfrei funktionieren müsste. Jetzt habe ich meine Erwartungen ziemlich zurückgeschraubt und mache nachts windelfrei (da habe ich wirklich Glück, denn sie schläft zwar nicht durch, aber pinkeln tut sie erst morgens wieder, sodass sie nachts tatsächlich ohne Windeln schlafen kann) und tagsüber windelwenig: wenn ich sie zu Oma bringe oder wir unterwegs sind, trägt sie Stoffwindeln, aber wenn es warm ist, wir im Sommer viel draußen waren oder ich mit ihr alleine zuhause bin, dann bleibt sie einfach unten ohne und ich habe eine 50:50 Chance, Pipi und Kacka zu erwischen, weil sie (für mich) nicht eindeutig signalisiert. Ansonsten wische ich eben viel auf und hoffe, dass sie, sobald sie größer ist und sich mitteilen kann, dann sagt, wann sie muss und dadurch früher trocken wird als andere Wickelkinder.

    Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast?
    Mit zwei Wochen habe ich angefangen sie abzuhalten. Als sie drei Monate wurde, habe ich die Windeln ganz weggelassen, was nachts gut klappt, tagsüber eine 80%ige Erfolgsquote hatte (bis sie zu essen anfing) und dann mit ca. 6 Monaten angefangen sie tagsüber wieder mehr zu wickeln, weil unten ohne zu kalt war und sie anfing sich von ihren Tüchern wegzubewegen. Außerdem war sie wahrscheinlich verwirrt, dass sie manchmal in die Windel machen musste (wie bei Oma) oder wenn wir im Auto saßen, dass sie sich das Signalisieren vielleicht auch wieder abgewöhnt hat.

    Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)?
    Das weiß ich nicht mehr genau. Einige... 10-12? Zeitweise mussten wir die Stoffwindeln sogar trocknen ohne zu waschen, um hinterher zu kommen.

    Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile?
    5-6 pro Tag, Sie ist jetzt über 7 Monate.

    Nutzt Du auch andere Backups?
    Ich hatte zu unserer Hochzeit vor kurzem ein Paket WWW gekauft und brauche das jetzt noch auf. Ich habe aber ein richtig schlechtes Gewissen dabei, als würde ich es mir einfach machen, auf Kosten meines Babys. Aber es ist einfach so einfach und vor allem bleiben die Klamotten trocken. Da ich die Schurwollüberhose über den Bindewindeln weglasse, weil das Paket dann so riesig ist, wird bei einem Pinkeln mittlerweile alles nass und man hat den halben Tag ein feuchtes Kind auf dem Arm, aber ich kann sie auch nicht alle halbe Stunde komplett umziehen, weil sie das ganz fürchterlich findet. Mein Mann findet die Pampers aber auch doof und meint, wir sollen bei den Stoffwindeln bleiben, deswegen werde ich jetzt Überhosen mit einer Nässesperrschicht besorgen und dafür die Bindewindeln weglassen, die man unserem kleinen Wickel-Flüchtling ohnehin kaum noch gescheit umbinden kann.

    Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein?
    Sie ist manchmal zeitweise etwas gerötet in der Pofalte, aber da das ihre einzige Reaktion auf alles Saure ist, was wir essen, ist das verzeihlich. Ich achte darauf, ihr eine nasse Windel sobald wie möglich zu wechseln und schmiere mit einer homöopathisch zubereiteten Salbe aus Muttermilchnosoden ein. Sie ist nie wirklich richtig wund geworden.

    Welche Standardsituationen probierst Du aus?
    Nach dem Aufwachen – morgens ja, sofort. Dann kommt auch immer etwas. Bevor sie angefangen hat mitzuessen, kam auch hier immer der einzige Stuhlgang am ganzen Tag. Mittlerweile macht sie manchmal bis zu 6 Mal am Tag groß.
    Nach den Tagsüber-Schläfchen nicht immer, weil sie da selten macht. Erst wenn sie dann wieder eine Weile unterwegs war.
    Beim Stillen – nein, bzw. selten. Nur wenn ich sie aufs Töpfchen setze und sie weint, ich aber weiß, dass sie muss, z.B. morgens.
    Nach dem Stillen – ja, klappt auch meistens.
    Nachmittags – wenn vorher meiner Erfahrung nach noch nicht genug Stuhlgang für einen Tag da war.

    Wann klappt es am besten?
    Morgens direkt nach dem Aufwachen. Das ist das eine Mal am Tag, das wirklich zuverlässig von Anfang an funktioniert.

    Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)?
    Leider nur sehr kurz: wenn sie merkt, dass sie ausgezogen wird, hält sie ein, aber wenn ich es nicht sofort erkenne oder zu spät reagiere, dann pinkelt sie nach spätestens einer Minute los. Häufig merke ich es leider auch erst daran, dass sie schon drückt und setze sie dann schnell für den Rest aufs Töpfchen, aber manchmal ist sie dann so abgelenkt, dass sie dann nicht zuende macht und eine halbe Stunde später haben wir das gleiche Spiel wieder.

    Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt?

    Zuhause haben wir ein Asia-Töpfchen. Unterwegs, wenn es warm ist, die freie Natur, oder über dem großen Klo. Manchmal habe ich sie auch schon über einer schon nassen Windel abgehalten, wenn nix anderes zur Hand war.

    Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein?
    Genauso viel Arbeit wie beim Wickeln – mindestens. Durch das häufigere An- und Ausziehen wahrscheinlich sogar mehr. Und auch die Stoffwindeln machen ja noch zusätzlich Arbeit, zumindest bei meiner Variante. (Man sollte sich auf gar keinen Fall zwischendurch mal WWW besorgen, die zeigen dann nur wie viel einfacher es sein kann. Und wenig hilfreiche Omas sagen das schon oft genug.)

    Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seit ihr Windelfrei macht und was?
    Ich merke auf jeden Fall, jetzt wo ich sie tagsüber wieder öfter wickele, dass ich weniger darauf achte, ob sie überhaupt signalisiert. Also stärkt das Windelfrei auf jeden Fall die Wahrnehmung für mein Baby. Aber ich denke, auch mit unserer halben Variante verstehen wir uns ziemlich gut und sie kommt ja spätestens dann angekrabbelt, wenn die Windel nass ist und fordert eine neue ein. Das neueste Spiel ist jetzt auch einen See auf den Boden zu machen, nachdem ich sie gerade erfolglos auf dem Töpfchen hatte und dann kichernd davon zu krabbeln. Wahrscheinlich eine Erinnerung, dass ich mich mehr mit ihr beschäftigen soll.

    Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation?
    Kauft euch keine Wegwerfwindeln, so einfach es auch scheinen mag. Und lasst euch nicht reinreden: Wenn ich meiner Mutter nicht nachgegeben hätte und die Kleine bei ihr nur noch in Windeln hatte (und mir das für unterwegs nicht auch angewöhnt hätte), hätte sie sich das Signalisieren vielleicht nicht so verwirrt abgewöhnt, wer weiß?

    Vielen Dank für Deinen Bericht über Euren Weg!

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Wo findet ihr was? Kleine Blog-Einführung hier!

www.artgerecht-projekt.de

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www.abhala.de

www.ohne-windeln.de

www.mokoshop.eu

Hebammen - auf den
Anfang kommt es an!
https://www.campact.de/hebammen/appell/teilnehmen/

www.artgerecht-projekt.de

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