Wer ist eigentlich Jan Hunt? Was ist das Natural Child Project, das so dringend Spenden braucht? Ich habe ein Interview mit ihr geführt, in dem sie vom Projekt erzählt, von der derzeitigen Notlage und warum sie trotzdem weitermachen wird. Derzeit sind die Spendeneingänge wieder fast auf Null, daher rufe ich an dieser Stelle noch einmal dazu auf:

Verändert die Welt! Rettet das Naturalchildprojekt!

Jan, wann und warum hast Du das Natural Child-Projekt gegründet?

Mein Sohn Jason, schon immer ein Freilerner, und ich haben das Projekt im Dezember 1996 gegründet. Ich hatte neun Jahre lang Eltern-Kolumnen für eine kanadische Zeitung verfasst und wollte einige davon ins Intenret stellen, um mehr Menschen zu erreichen. Wir hatten uns nie ausgemalt, dass es eine große Website oder ein Projekt werden könnte, das unser wichtigstes Lebensprojekt werden sollte – es ist einfach natürlich gewachsen als mehr und merh Leute die Website entdeckten.

Wie genau sieht deine Arbeit aus?

Ich schreibe Bücher und Artikel, biete weltweit Elternberatung per Telefon, knüpfe Kontakte zwischen Eltern und Organisationen, schreibe einen monatlichen Newsletter, utnerhalte eine Expertenkolumne für die Website vom Motherin-Magazin, gebe Workshops zu den Themen „Attachment Parenting“ und „Unschooling“, suche nach wichtigen Forschungsergebnissen und anderen Dingen, die ich auf der Website einbinde, bearbeite die Bestellungen von unserem Fundraising-Shop und beantworte hunderte von E-Mails jeden Monat. Ich veröffentliche gerade mein Kinderbuch „A Gift for a Baby“ in einer zweisprachigen Ausgabe. Meine vorigen Bücher sind „Mensch, Kind“, das „Freilerner-Buch“ (erschienen im Anahita-Verlag, anm. d. Red.) und eine Audio-Ausgabe von „The Natural Child“.

Machst Du das Vollzeit?

Ja, tatsächlich ist es mehr als Vollzeit! ☺

Wer ist noch dabei?

Mein Sohn Jason, er ist jetzt 28, war von Anfang an maßgeblich beteiligt: Er hat die Website entworfen und betreut sie, hat die „Galerie für Kinderkunst aus aller Welt“ gegründet (die mehr als 1000 Kunstwerke von Kindern enthält) und ist mein bester Redakteur. Wir haben außerdem freiwillige Hilfe von Freunden und Unterstützern.

Was sind eure Visionen und Ziele?

Ich möchte dass alle Kinder die Liebe und den Respekt erfahren, den sie verdienen, und ich widme mein Leben diesem Ziel, damit wir es so schnell wie möglich erreichen.

Was ist passiert, dass das Projekt plötzlich in Gefahr ist?

Als die US-Wirtschaft ins Schwanken geriet, gingen die Bestellungen im Fundraising-Shop zurück. Wir sind außerdem vom CPSIA-Gesetz betroffen (Gesetz zur Verbesserung der Produktsicherheit für Konsumenten). Dieses Gesetz wurde verabschiedet, um Kinder von Blei in Spielzeugen, Büchern und anderen Dingen, die Kinder nutzen, zu schützen. Es war gut gemeint, aber schlecht geplant und ausgeführt, mit unglücklichen, unbeabsichtigten Ergebnissen. So wie es ist, könnte es dazu führen, dass wir Kinderbüchereien schließen müssen, wenn sie nicht Bücher rausnehmen. Wenn das Gesetz nicht verbessert wird, werden viele kleine Unternehmen schließen müssen. (Anm.d.Red.: Das Gesetz verlangt, dass Kinderprodukte durch unabhängige dritte Instanzen auf Blei getestet werden, was sich kleine Unternehmen nicht leisten können).

Wir stellen zwar keine dieser Dinge her, aber wir waren unter den ersten Betroffenen. Einige unserer Werbekunden haben die Bannerwerbung gekündigt, weil sie nicht wissen, ob sie bald schließen müssen. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass diese Kleinunternehmen häufig gegründet wurdne, damit die Eltern zu Hause bei ihren Kinder bleiben können. Jetzt könnte es sein, dass sie durch ein Gesetz, das Kinder schützen soll, gezwungen sind, sich anderswo Arbeit zu suchen! Es ist vor allem deshalb so bedauernswert, weil ihre biologischen, handgefertigten Produkte niemals Probleme bezüglich Bleibelastungen verursacht haben.

Die Banner, die wir verloren haben, haben ein Drittel unseres Einkommens ausgemacht und gleichzeitig hatten wir weniger Bestellungen im Online-Shop wegen der schlechten Wirtschaftslage. Wir hätten den Einbruch von einer der beiden Säulen abfangen können, aber beide gleichzeitig – das hat es schwierig gemacht, weiterzumachen.

Wie ist die derzeitige Situation?

Seit wir in unserem Newsletter die Abonnenten angeschrieben und eine persönliche Nachricht auf der Website veröffentlicht haben, sind über 100 Spenden eingegangen, was uns neue Energie gegeben hat und wir haben entschieden, irgendwie weiterzumachen. Wir hoffen, dass sich die Wirtschaft allgemein wieder erholt und dass wir fortfahren können, noch mehr Eltern und Kindern zu helfen.

Was ist deiner Meinung nach die wichtigste Aufgabe, die unsere Gesellschaft heute lösen muss?

Wie es unser Leitspruch sagt: „Unsere Vision ist eine Welt, in der alle Kinder mit Würde, Respekt, Versändnis und Mitgefühl behandelt werden. In einer solchen Welt kann jedes Kind zu einem Erwachsenen werden, der voller Liebe und Vertrauen ist. Unsere Gesellschaft hat keine drängendere Aufgabe.

Jan, danke für deine Zeit!

Anmerkung: Man kann derzeit nur über Kreditkarte spenden. Wer über diesen Weg nicht verfügt und trotzdem spenden will, tretet einfach mit mir in Kontakt!

EDIT: Man kann auch per Paypal spenden - Option anklicken, wenn man im Shop etwas gekauft hat (es gibt schöne Dinge dort, die Parenting-Cards sind super und die Autoaufkleber einsame Spitze, super Geschenkideen für werdende oder seiende Eltern :)) oder direkt unter http://www.naturalchild.org/contact/ .!!